Pressemitteilungen: Im Himmel über Berlin
In der Köpenicker Grünstraße verbindet seit August eine faszinierende Skulptur Himmel und Erde mit fließenden Linien: „Das Netz“ heißt eine Installation im Rahmen des Stadtkunstprojekts „Kunst + Architektur in Alt Köpenick“, KAiAK. Die von Corocord geschaffene Seilkonstruktion gleicht einer in der Horizontalen gespiegelten Hängebrücke und ist mit ihrer filigranen Struktur eine ästhetische Wegmarke im Stadtteil. Zugleich bietet dieses Kunstwerk jede Menge Spaß. Denn Corocord, seit mehr als 30 Jahren Spezialist für hochwertige Raumnetze, hat das „Das Netz“ als Kletterlandschaft der Oberklasse konstruiert.
Als Tragstruktur dient eine Konstruktion aus Stahlseilen, stählernen Rahmen und vier Pylonen. Auf diesem flexiblen Skelett basiert die eigentliche Kletterlandschaft mit ihren verschiedenen horizontalen und vertikalen Ebenen. Sie bietet eine abwechslungsreiche Topografie, in der jeder Nutzer seine eigenen Wege und Ziele findet. So dient „Das Netz“ nicht nur als Skulptur und Kletteranlage, sondern bietet mitten in der Altstadt von Köpenick auch eine einmalige, organisch schwebende Aussichtsplattform sowie sanft schaukelnde Ruheplätze für kleine und große Pausen. Umschlossen wird die Netzlandschaft schließlich von einem Kokon aus Edelstahlnetzen. Diese Hülle schützt die Nutzer vor dem Sturz aus dem Netz und verhindert das Beklettern der Anlage von außen und damit auch den Zugang außerhalb der Öffnungszeiten.
Eine besondere Herausforderung bei der Konstruktion von KAiAK war, dass alle Teile des Stadtkunstprojektes temporär ausgeführt werden mussten. Das gilt auch für das Raumnetz selber. Die Struktur ist daher statisch so geplant, dass sie unabhängig von den an sie angrenzenden Gebäuden bleibt. Optisch schließen die beiden äußeren Rahmen der Anlage zwar an die beiden Brandwände an. Tatsächlich bleibt jedoch jeweils eine rund 30 bis 40 Zentimeter breite Lücke zwischen Wand und Rahmen.
Für die Stabilität der über 30 Meter langen und an den Seiten bis zu 10 Meter hohen Konstruktion sorgt statt einer Verankerung am Gebäude die Kombination zweier statischer Prinzipien, mit denen „Das Netz“ Anleihen beim Brückenbau macht: Eine Reihe quadratischer Rahmen mit unterschiedlicher Kantenlänge werden von den vier Eckseilen der Tragkonstruktion her mit einem flexiblen Kastenprofil verbunden, das nach dem Spannen der Tragseile die Torsion des konkaven Kastenprofils verhindert. Die gesamten horizontalen Kräfte und der größte Teil der vertikalen Kräfte dieser Tragstruktur werden von vier Pylonen in den Boden abgetragen. Diese Pfeiler weisen von den oberen Ecken der Außenrahmen ins Innere des Netzes, auch die untere Ebene der Tragstruktur ist mit ihnen verspannt.
In diesem ästhetisch wie technisch eindrucksvollen Rahmen aus bis zu 26 Millimeter dicken Stahlseilen entwickelt sich die Welt von „Das Netz“ mit Hauptebenen und zahlreichen Verbindungen in unterschiedlicher Form. So entsteht eine faszinierende Struktur aus zahlreichen Vielecken. Die Netze sind aus sechslitzigen Seilen geknüpft, die von der Erfahrung Corocords zeugen: Jede einzelne Litze besteht aus einer Stahlseele, auf die Polyamidgarne aufgeknüpft werden. Dieser Mantel wird durch Induktion auf das Metall aufgeschmolzen und geht so eine besonders innige Verbindung mit der Stahlseele ein. Die Kletternetze werden damit besonders widerstandsfähig gegenüber mechanischer Belastung und Witterungseinflüssen.
Die Maschengröße des umhüllenden Schutznetzes ist in Bodennähe so eng gewählt (vier Zentimeter), dass die einzelnen Felder des Stahlnetzes keinen Halt für die Füße bieten. Optisch bilden diese Außennetze eine schimmernde Haut um die gesamte Konstruktion, die den Charakter der Anlage als konstruktive Einheit mit einem abwechslungsreichen Kern unterstreicht.
Der Faszination dieser zwischen den Häusern schwebenden Raumnetz-Welt kann sich niemand entziehen: Kinder und Erwachsene erkunden die federnden Wege innerhalb der Anlage, tasten sich immer mutiger bis zur obersten Ebene vor. Für den Betrachter am Boden scheinen die Figuren in den Netzen frei im Himmel zu schweben.
Rückfragen der Presse beantwortet:
Maria Molina, Pressestelle
COROCORD Raumnetz GmbH
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