Pressemitteilungen: Robuste Mehrschichtmembran für Raumseilarchitekturen
Membranen finden in der Architektur vielfältige Einsatzgebiete. So auch in der filigranen Raumseilarchitektur des Berliner Seilspielgeräte-Spezialisten Corocord. Der Hersteller verwendet die selbst entwickelten und hergestellten Membranen oft als raumbildende und konstruktive Bestandteile. Die robust ausgeführten Mehrschicht-Textilien müssen deshalb bei Belastung auf Zug mit den in Herkules-Machart ausgeführten Seilen, die das Unternehmen verwendet, harmonieren.
An der Oberfläche bestehen Corocord-Membranen aus zwei Millimeter starkem, abriebfestem schwarzem Gummi in Förderband-Qualität. Dieses hat eine sehr hohe Beständigkeit gegen ultraviolettes Licht – das ist wichtig für den Außeneinsatz. Eingebettet in die Deckschicht ist eine vierlagige Armierung aus Polyestergewebe. Trotz dieses robusten Aufbaus ist das fertige Gewebe nur 7,5 Millimeter stark.
Corocord-Membranen werden in den Seilspielgeräten der Marke eingesetzt, aber auch in Großprojekten wie der Installation „Das Netz“ im Rahmen des Stadtkunstprojekts „Kunst + Architektur in Alt-Köpenick“ (KAiAK). Diese außergewöhnliche Kletterlandschaft erinnert an eine in der Horizontalen gespiegelte Hängebrücke und hat sich nach ihrer Eröffnung im August 2007 als ästhetische Wegmarke in dem Berliner Stadtteil etabliert. Corocord-Membranen mit einer Unterfütterung aus aufgeschäumtem Kunststoff überdecken hier die auf den Stahlrahmen aufliegenden Befestigungsschellen der Seile. So sichert das elastische und gleichzeitig mechanisch extrem widerstandsfähige Material den langfristigen Schutz der sensiblen Bereiche der Metallkonstruktion.
Im Vergleich zu ein bis zwei Millimeter dicken Zeltmembranen, die ebenfalls für Kletteranlagen und Spielgeräte gebräuchlich sind, sind die Corocord-Membranen extrem widerstandsfähig gegen Vandalismus. Zum Beispiel lassen sich die starken Membranen kaum mit Taschenmessern durchschneiden. Dementsprechend werden die Membranenflächen in die Raumnetz-Konstruktionen integriert: S-Klemmen aus Edelstahl greifen als Verbindungslemente in Edelstahl-Ösen, die in die Membranen eingepresst sind.
Aus Corocord-Membranen entstehen in den Raumnetz-Konstruktionen unter anderem schwebende Ruheplätze, facettierte Spielhäuser in luftiger Höhe und Trennwände in dreidimensionalen Fantasiewelten – zu sehen im „Spiellabyrinth“, das Corocord 2006 nach einem Entwurf des Designers Günter Beltzig im Wiener Schlosspark Schönbrunn realisiert hat. Hier nehmen zahlreiche Membranenflächen die physikalische und ästhetische Spannung der dreidimensionalen Seilstruktur auf. Das verleiht den Seilnetz-Konstruktionen, die auf Entwürfe des Architekten und Firmengründers Conrad Roland zurückgehen, eine zusätzliche räumliche Dimension.
Bei großen Spiel- und Kletteranlagen setzt Corocord neben der eigenen Membrane auch das Gewebe Soltis86 von Ferrari ein. Das 0,43 Millimeter dünne Material dient zur Beschattung. Diese Sonnensegel aus Soltis86 filtern 86 Prozent des Sonnenlichts und bieten somit den spielenden Kindern einen kühlen, schattigen Aufenthaltsort.