Der Leutschenpark– ein neuer Stadtteilpark für Zürich

In den vergangenen acht Jahren entstand im Norden der Stadt Zürich auf dem Gelände einer Industriebrache ein neuer Stadtteil zum Wohnen und Arbeiten: Leutschenbach. Zur Aufwertung und Imagebildung des Quartiers wurde im Jahr 2002 von der Stadtverwaltung ein Freiraumwettbewerb ausgelobt. Ziel war es, Freiräume von hoher Qualität und Transparenz zu schaffen. Das Herzstück der Planungen bildet der Leutschenpark, der die neuen mit den bestehenden Stadtstrukturen verbindet. Für diesen Park sah das siegreiche Planungsbüro Dipol Landschaftsarchitekten aus Basel runde und geschwungene Formen vor und kreierte so einen „fließenden Raum“.

Ein Regenrückhaltebecken als Spielplatz

Auf Grund des hohen Grundwasserspiegels waren bei der Planung zwei Rückhaltebecken für überschüssiges Niederschlagswasser zu berücksichtigen. Im Fall eines hohen Niederschlagsaufkommen sind diese Becken in der Lage, jeweils bis zu 100 m³ Regenwasser aufzunehmen und der Kanalisation zuzuführen. Ausgeführt wurde eines der Becken in der klassischen Form eines künstlichen Teiches, das andere hingegen wurde als Spielplatz konzeptioniert. Für diesen haben die Planer von Dipol das Thema Wasser aufgegriffen und wie in einer Tropfsteinhöhle bis zu drei Meter hohe weiße ‚Stalagmiten’ aus Beton angeordnet. Dies war die Grundlage, auf der die Seil-Architekten von Corocord einen spannenden Abenteuerspielplatz inszeniert haben.

Das Trichternetz – ein Spielnetz in Form eines Wasserstrudels

Unsere Planer haben für den Leutschenpark ein ganz individuelles Netz entwickelt, das zwischen die Stalagmiten eingehängt ist – das Trichternetz. Die Konstruktion nimmt Bezug auf das Thema Wasser: In ihrer Form erinnert sie an einen Wasserstrudel. Das Netz lädt ein zum Klettern in drei Dimensionen und zum Balancieren hoch über dem Erdboden. Aber nicht nur im runden Trichternetz können die jungen Parkbesucher sich austoben. Wir haben noch weitere der Stalagmiten mit unseren Seilspielelementen versehen, die zu spannenden Kletterabenteuern einladen. Zu erforschen sind hier ein senkrechtes Kletternetz, Pendelsitze, eine schaukelnde Seilbrücke sowie ein Sechsecksprungnetz, das mit seiner federnden Sprungmembrane ähnlich wie ein Trampolin zu nutzen ist. So entstand eine singuläre Spielanlage, die den Kindern die verschiedensten Bewegungsabenteuer bietet.

 

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